Nächste Veranstaltung

Ein post- und dekolonialer Spaziergang in Mitte

am Samstag, den 08. Oktober 2022, 16:00 Uhr

Was hat Berlin mit dem Kolonialismus zu tun? Gibt es einen Zusammenhang zwischen christlichen Missionaren und kolonialer Ausbeutung? Was hat Deutschlands koloniale Vergangenheit mit der Gegenwart zu tun?  Wer waren die Kolonisator:innen und wie sah die Selbstermächtigung der Kolonisierten aus? Alles Fragen, die wir auf unserer Spurensuche vor Ort konfrontieren.

mit Kirsten Grimstad (Literaturwissenschaftlerin, LA), Iris Wachsmuth (Soziologin), Ursula Trüper (Autorin, Journalistin), Christian Kopp und Mnyaka Sururu  Mboro (Postkolonial e.V.)

Treffpunkt wird mit der Anmeldung bekannt gegeben. Bitte anmelden unter: info@neue-ag-fuer-zeitgeschichte.org

Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung, Berlin

Am 9. Oktober, 2022, Sonntag um 15:30 Uhr: Vorstellung eines Kriegsenkelromans mit Filmvorführung und anschließender Diskussion im Bundesplatz Kino:

Eine Veranstaltung von und mit Andreas Fischer, Moraki Kulturprodukte, https://moraki.de (Filmemacher, Fotograf, Autor) in Kooperation und anschließender Diskussion mit Dr. Iris Wachsmuth (Soziologin) und Dr. Vera Kattermann (Psychologin) (beide: Neue Arbeitsgemeinschaft für Zeitgeschichte + SozioAnalysen e.V., http://www.neue-ag-fuer-zeitgeschichte.org/wir-ueber-uns/ )

Film:
Die Geschichte von der Trans-Ural-Photogesellschaft, Dokumentarfilm (16mm, Farbe, 28 Min., BRD, 1994)
   Die Geschichte einer Fotografenfamilie. 
   Die Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland. 
   Die Multifunktionalität alter Salatschüsseln. 
   Eine Wiederaufbaugenerationsgeschichte.
   In diesem Film aus dem Jahr 1994 spürte Andreas Fischer zum ersten Mal der eigenen Familiengeschichte nach, über die er fast 30 Jahre später einen autobiographischen Roman veröffentlichte. 

   Buch:
   DIE KÖNIGIN VON TROISDORF
   Wie der Endsieg ausblieb
   Roman von Andreas Fischer
   Eschen 4 verlag, Berlin-Friedenau
   473 Seiten
   Erscheinungstermin: 31.3.2022

 Nominiert auf der Shortlist für den Literaturpreis Ruhr 2022

   Die 1960er Jahre. Bundesrepublik Deutschland. Im rheinischen Troisdorf betreiben die Eltern des Erzählers ein gutgehendes Fotoatelier. Nach außen hin demonstriert man seinen Status: Häuser. Neues Auto. Sonntäglicher Kirchgang – zumindest der Frauen und des Kindes.
   Doch hinter der gutbürgerlichen Fassade legen die Familienmitglieder verstörende Verhaltensweisen an den Tag. Was treibt die Eltern um, die während des Zweiten Weltkriegs bereits junge Erwachsene waren? Warum verabscheut die Oma, die zwei Weltkriege erlebte, ihren Enkel?
   In einem weiten Bogen erzählt Andreas Fischer die Geschichte seiner Familie von 1914 bis 2014, vom Einsatz des Großvaters als Soldat im Ersten Weltkrieg bis zum Tod der Mutter.
   Der Autor verwebt Familienereignisse, die vor seiner Geburt lagen, mit Szenen aus seiner Kindheit und Dokumenten aus unterschiedlichen Quellen: Briefe des gefallenen Bruders der Mutter finden sich ebenso wie Unterlagen aus Militärarchiven.
   Ein Kriegsenkelroman.
   Bereits in mehreren Dokumentarfilmen beschäftigte sich Andreas Fischer mit der Frage, wie sich kriegsbedingte Verluste und Traumata generationenübergreifend auf Familien auswirken, so in Söhne ohne Väter | 3sat / SWR, 2007 und Der Hamburger Feuersturm 1943 | NDR, 2009.

   Es liest Tammin Julian Lee (Dirigent, Pianist, Sprecher. Berlin.)