Künstler-Karriere in der NS-Zeit

Die Karriere einer Tänzerin in der NS-Zeit: Lysa Kayser-Corsy

Unserem Verein wurde ein wichtiger Teil des Nachlasses der Tänzerin Lysa Kayser-Corsy überlassen.

Der mikrohistorische Blick auf ihre Karriere während des Nationalsozialismus zeigt, wie unmittelbar auch Künstler ebenso wie viele andere Mitläufer/innen  von der Verfolgung jüdischer und politisch diskriminierter Kolleginnen und Kollegen profitierten. Durch die Anbiederung an gängige NS-Diskurse sowie Unterwürfigkeit gegenüber nationalsozialistischen Funktionsträgern gelang es Lysa Kayser-Corsy, europaweit in KdF-Veranstaltungen und vor Wehrmachtspublikum in Fronteinsätzen aufzutreten, u.a. auch vor Personal des Konzentrationslagers Majdanek.

Das umfangreiche Material (u.a. Korrespondenz, Tagebücher, Veranstaltungsplakate, Bühnenzeitschriften) erlaubt einen unvergleichlichen Einblick in die Alltagswelt eines nationalsozialistischen Frontbühnen-Stars.

Am 23.8.13 haben wir im Rahmen des Berliner Themenjahrs „Zerstörte Vielfalt“ eine Szenische Lesung zur Biographie der Tänzerin aufgeführt.

In der Sendung des RBB „stilbruch“ vom 22.8.13 wurde hierüber berichtet. Der Beitrag ist mittlerweile aber leider nicht mehr im online-Archiv des Senders zugänglich.
(http://www.ardmediathek.de/rbb-fernsehen/stilbruch/karriere-im-dienst-der-nazis-die-geschichte-von-lysa?documentId=16719794)