Bisherige Veranstaltungen

Oktober 2019

Im Schatten des Vergessens, Zwangsarbeit, Vaterlosigkeit & vom Sich-selbst-finden

Harald Scherdin-Wendlandt liest zusammen mit Martin Baierlein aus seinen Büchern: Im Schatten des Vergessens – Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter und heimatlose Ausländer in Burgdorf 1939 – 1950 und

Mutmacher mit Diplom Vom Volksschüler zum Psychotherapeuten, sowie Adrian Henningsen und Marina Prüfer aus ihren Arbeiten / Prolog und aus der CD  Dunkelkammer.

Harald Scherdin-Wendlandt, Sohn eines polnisch-ukrainischen Zwangsarbeiters, sucht seine Identität. In Australien findet er mit über 30 Jahren seinen Vater und durch seine verschiedenen Berufe seinen eigenen Weg im Leben.

Er wird schließlich Psychologe und Psychotherapeut und ermutigt Andere, ebenfalls ihren eigenen Weg zu suchen.

Musikalische Begleitung von Maria Gilman (Querflöte)

Eintritt: Kulturbeitrag € 8,–, ermäßigt € 5,–

Anmeldung erforderlich, entweder über Buchhandlung Friebe Tel. 030 / 772 32 30 oder über Marina Prüfer Tel. 0171 / 266 07 81

Ort der Lesung: Belziger Str. 1 / Hofeingang, 10823  Berlin-Schöneberg, LebenSmittel e.V.

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Vortragsabend

am Freitag, den 6. September 2019 um 19 Uhr 30

Migration im ost- und westdeutschen Kontext

Uta Rüchel (Berlin): Verschwiegene Erbschaften.

Über Flucht und Vertreibung nach 1945, das Beheimatet-Sein nach Systemumbrüchen und den Umgang mit Geflüchteten

In ihrem Buch „Verschwiegene Erbschaften“ fragt Uta Rüchel: Welche langfristigen Auswirkungen haben die verschiedenen Erinnerungskulturen in Ost- und Westdeutschland, insbesondere im Hinblick auf den Umgang mit Flucht und Vertreibung nach 1945? Hatte die jahrzehntelang verschiedene Erinnerungspolitik in beiden deutschen Staaten Auswirkungen auf die individuelle Verarbeitung persönlicher Erlebnisse und Erfahrungen sowie deren Weitergabe durch transgenerationale Übertragungen? Gibt es familiale und kollektive Erfahrungshintergründe, die als verschwiegene Erbschaften immer noch wirkungsmächtig sind und u.a. den heutigen Umgang mit Flüchtlingen prägen?

Ihre These: Wer nicht angekommen ist, kann andere nicht willkommen heißen. Das gilt für die Flüchtlinge und Vertriebenen nach 1945 ebenso wie für die Ostdeutschen, die nach 1989 einen Neuanfang zu bewältigen hatten. Aber es gilt auch für viele
Migranten und all jene, die durch die Folgen der Globalisierung zunehmend verunsichert sind.

Wir freuen uns darauf, die Thesen mit der Autorin zu diskutieren und kritisch zu reflektieren.

Uta Rüchel, Jahrgang 1967; Studium der Soziologie, Politik- und Erziehungswissen-
schaften an der FU Berlin; seit 2002 freischaffende Soziologin, Autorin und Filme-
macherin. Ihr besonderes Interesse gilt den Schnittpunkten von Zeitgeschichte und Lebensgeschichten.

Bei einem Glas Wein gibt es außerdem Gelegenheit zu Gespräch, Austausch und Vernetzung.

Wir bitten um Voranmeldung.

Der Eintritt ist frei.

https://www.berlin.de/politische-bildung/foerderung/antragsunterlagen/lz_2016_hoch_highres.png

Neue Arbeitsgemeinschaft für Zeitgeschichte + SozioAnalysen (NAZ e.V.)

Nollendorfstr. 20 (bei Kattermann), 10777 Berlin

Vorderhaus, 4. Stock

Tel. 030-53024777

Die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit den Diktaturen nach 1949 und 1989. Wahrnehmungen und Diskurse im interdisziplinären Blick

Tagung am 7. und 8. Februar 2019 in Berlin – ein Gemeinschaftsprojekt der Neuen Arbeitsgemeinschaft für Zeitgeschichte + SozioAnalysen e.V., der Stiftung Berliner Mauer und der Gedenkstätte Haus der Wannseekonferenz

Am 9. November 2019 jährt sich der Fall der Berliner Mauer zum 30. Mal. Das Jubiläum gibt Anlass, Bilanz zu ziehen: Wie gestaltete sich die Transformation nach dem Ende des SED-Regimes? Wie wurden Beteiligte an den SED-Ver­brechen zur Verantwortung gezogen? Wer galt hierbei als Täter oder als Opfer? Wo verliefen die Grenzen, und welche Rolle spielte hierbei der Umgang mit den Täter- und Opfergruppen des „Dritten Reiches“ in beiden deutschen Teilstaaten nach 1949? Mit welchen Folgen ringen die Opfer, bis heute? Inwieweit erfahren sie Wiedergutmachung und öffentliche Anerkennung? Wie stellt sich die gesell­schaftliche Erinnerung an das Unrecht während der SED-Herrschaft dar? Diese Fragen sind parallel auch in Bezug auf das nationalsozialistische Regime und den Umgang mit diesem zu stellen. Die Verbrechen und Folgen des NS-Staates und der SED-Herrschaft werden unter den genannten Aspekten erst­mals zwar nicht systematisch vergleichend, aber vernetzend behandelt.

Die Tagung folgt hierbei einem interdisziplinären Ansatz. So werden zum einen geschichtswissenschaftliche und juristische Fragen etwa nach der Definition von Tatkomplexen, Tätergruppen, aber auch Opfereigenschaften diskutiert. Zum an­deren finden sich psychoanalytische, sozialpsychologische und biografietheore­tische Zugänge. Ein zentrales Anliegen der Tagung ist es, Opfer- und Täterbe­griffe und -erfahrungen auch und gerade in ihrer Verquickung und Situationsbe­dingtheit differenziert zu reflektieren.

Tagungsort: Gedenkstätte Berliner Mauer – Stiftung Berliner Mauer Dokumentationszentrum, Bernauer Straße 111, und Besucherzentrum, Bernauer Straße 119, 13355 Berlin

Programm

Donnerstag, 7. Februar 2019

Ab 8.30 Uhr              Registrierung

9.30 – 10.00 Uhr      Begrüßung
Prof. Dr. Axel Klausmeier, Stiftung Berliner Mauer

10.00 – 11.00 Uhr    Einführungsvortrag
Dr. Hans-Christian Jasch, Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz: Praktiken im Umgang mit staatli­chen Gewaltverbrechen im 20. Jahrhundert

11.00 – 11.30 Uhr      Kaffeepause

11.30 – 12.30 Uhr    Keynote
Dr. Rainer Huhle, UN-Ausschuss gegen das Verschwinden­lassenTransformative Justice

12.30 – 14.00 Uhr      Mittagspause

14.00 – 17.00 Uhr      Vier parallel arbeitende Workshops

  1. Der gesellschaftliche Umgang mit der diktatorischen Vergangenheit: Diskurse und Tradierungen

Im Fokus der Diskussion stehen gesellschaftliche Tradierungen von Rassismus, nationalsozialistischen Ideen und Holocaustleugnung, Diktatur- und Unrechtsverleugnung.

Mit: Dr. Maria Alexopoulou, Universität Mannheim; Gülay Gün, Historikerin und Kuratorin, Hamburg; Stefanie Knorr, Beratungsstelle Gegenwind für politisch Traumatisierte der SED-Diktatur (auch Moderation); Eike Stegen, Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz

  1. Tätergruppen, Elitenkontinuitäten, Sanktionen

Tatkomplexe und Tätergruppen im NS und in der DDR werden zunächst vergleichend diskutiert. Anschließend geht es um die Frage der Elitenkon­tinuität nach dem Ende der Regime hinsichtlich der Auswirkungen für die Aufarbeitung.

Mit: Prof. Dr. Frank Bajohr, Institut für Zeitgeschichte München/Zentrum für Holocaustforschung; Dr. Clemens Vollnhals, Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung; Dr. Dominik Rigoll, Zentrum für Zeithistorische Forschung; Dr. Stefan Bollinger, Freie Universität Berlin; Prof. Dr. Gerhard Werle, Humboldt-Universität zu Berlin. Moderation: Dr. Hans-Christian Jasch; Dr. Gerhard Sälter, Stiftung Berliner Mauer

  1. Unerträgliche Verbindungen: Von den Schwierigkeiten der Verarbeitung, wenn ein Mensch Täter und Opfer politischer Gewalt war

Die Überschneidung von Täter- und Opferposition fühlt sich oft als uner­trägliche Zumutung an. Untersucht werden psychoanalytische Zugänge zu der Frage, wie sich die seelischen Spuren von Schuld und Trauma eingehender verstehen und bearbeiten lassen.

Mit: Dr. Vera Kattermann, Psychoanalytikerin, Berlin (auch Moderation); Martin Weimer, Gruppenanalytiker, Kiel

  1. Umgang mit NS-Tätern in der DDR – Das Beispiel Henry Schmidt

Am Beispiel des Leiters der Abteilung IV 4, Gestapo Dresden, Henry Schmidt, wird der Umgang mit NS-Tätern in der DDR diskutiert. Die Dokumentarfilmerin Róza Berger-Fiedler stellt Ausschnitte aus ihrem 1987 während des Prozesses gegen Schmidt produzierten Film vor.

Weitere Mitwirkende: Marcus Gryglewski, Historiker, Berlin

17.00 – 18.30 Uhr      Kaffeepause

Für Interessierte: Führung zum „Fenster des Gedenkens“ der Gedenkstätte Berliner Mauer

18.30 – 20.00 Uhr      Volk unter Verdacht

Dokumentarisches Musiktheater von Ulrike Ruf

(Mitschnitt einer Aufführung im Radialsystem Berlin)

Freitag, 8. Februar 2019

9.30 – 10.30 Uhr      Vortrag
Prof. Dr. Heike Radvan, Brandenburgische Technische Uni­versität Cottbus-Senftenberg: Der Umgang mit Antisemitis­mus, Rassismus und Rechtsextremismus in der Bundesre­publik, der DDR und nach 1989 – Überlegungen für die Gegenwart

10.30 – 12.00 Uhr    Podiumsdiskussion
Diskussionen und Kontroversen aus den Workshops

12.00 – 13.00 Uhr    Mittagspause

13.00 – 15.00 Uhr      Vier parallel arbeitende Workshops

  1. Herausforderungen bei der Vermittlung der Geschichte des National­sozialismus/Holocaust und der SED-Diktatur

Die Frage, wie Täter*innen und Opfer angemessen dargestellt werden kön­nen, wird ebenso intensiv diskutiert wie jene nach dem Verhältnis zwischen NS- und SED-Diktatur in Vermittlungskontexten.

Mit: Bettina Effner und Dr. Katrin Passens, Stiftung Berliner Mauer; Dr. Elke Gryglewski und Aya Zarfati, Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz; Dervis Hizarci, Carl-von-Ossietzky Oberschule Berlin

  1. Intergenerationale Tradierung: Gefühlserbschaften und Geschichtsbe­wusstsein aus multiperspektivischer Sicht

Thematisiert werden Folgewirkungen von Gewalt, Terror, Vernichtung und Genozid auf sozialpsychologischer Ebene. Welche intergenerationalen
Tradierungsdynamiken lassen sich ausmachen?

Mit: Dr. Juliette Brungs, Stiftung Sozialpädagogisches Institut Berlin „Walter May“; Katinka Meyer, Georg-August-Universität Göttingen; Dr. Iris Wachsmuth, Neue AG für Zeitgeschichte + SozioAnalysen e.V. Berlin (auch Moderation); Dr. Lale Yildirim, Freie Universität Berlin

  1. Zwischen Anpassung und Widerstand: Biografische Ansätze

Im Mittelpunkt stehen Auseinandersetzungen mit dem Leben in der Dikta­tur, die Diskursformen jenseits der ‚üblichen‘ Täter-Opfer-Dichotomien ermöglichen.
Mit: Dr. Akim Jah, International Tracing Service; Roland Jahn, Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der eh. DDR; Dr. Almut Leh, FernUniversität in Hagen; Dr. Gerhard Sälter. Moderation: Stefanie Knorr

  1. Kreativität und Konflikt: Künstlerische Zugänge zur Erinnerungsarbeit

Welche Impulse können aus künstlerischer Position die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Tätern und Opfern politischer Gewalt beleben,
verschärfen oder verstören?

Mit: Dr. Uwe Neumärker, Stif­tung Denkmal für die ermordeten Juden Europas; Ulrike Ruf, Musikerin, Autorin und Regisseurin, Berlin; Ole Saß, Sinai Landschaftsarchitekten; Andres Veiel, Autor und Regisseur, Berlin. Moderation: Dr. Vera Kattermann; Prof. Dr. Axel Klausmeier

15.15 – 16.15 Uhr:                 Abschlussvortrag

Dr. Boniface Mabanza, Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika: Von der Intensivstation ins reale Leben. Suspen­dierte Aufarbeitung der Geschichte und ihre Konsequen­zen.

Augenzeugen der Revolution: die Berliner Aufstände von März 1848 und November 1918

Freitag, 21. September 2018 von 16:00 bis 18:00 Uhr

Walter Benjamins legendärem Pariser Spaziergänger gleich, erkunden wir die urbane Landschaft von Berlin, die verlorenen Splitter der Geschichte suchend, die mit unerwarteter Bedeutung hindurch schimmern. Als zeitgenössische Flâneure, motiviert durch den brutalen Aufstieg autoritärer Regime, fokussieren wir unsere Spurensuche auf die Geschichte von unten, suchen nach Frauen und Männern, deren Aufbegehren gegen ungerechte Machtstrukturen von dominierenden Narrativen der Geschichte und Erinnerung verdrängt oder gelöscht wurde.

Für 2018, ein Jahr, das an die dramatischen, aber weitgehend vergessenen Volksaufstände von 1848 und 1918 erinnert, zielen wir mit unserem detektivischen Gespür auf das revolutionäre Berlin und die Bedeutung der Ereignisse für die Gegenwart.

Wir beginnen mit dem Ort des Frauenaufstandes von 1847, der sich auf den lokalen Marktplätzen ausbreitete, als die Preise für Kartoffeln unerschwinglich wurden, Elend und soziale Not wuchsen. Mit dazwischenliegenden Stationen, die sich quer über die Zeit erstrecken, schließen wir mit dem Januaraufstand von 1919, als massive Straßenaktionen linker Fabrikarbeiter*innen in die Besetzung des Zeitungsbezirks mündeten, auf die die sozialdemokratische Regierung mit Feldartillerie reagierte, um die revolutionären Kräfte zu unterdrücken und die Anführer*innen zu exekutieren.

Mit Archivfotos, grafischen Illustrationen und Stimmen von Augenzeug*innen wollen wir der Präsenz der Vergangenheit an jeder Station nachspüren, die Ereignisse und Orte dieser subversiven Geschichten anschaulich und lebendig werden lassen.

Während wir uns auf das revolutionäre Berlin durch die Linse der Geschichte von unten konzentrieren, beleben wir inspirierende Fragmente der mutigen Handlungen der Frauen und Männer, die ein ganz neues Bild der Stadt zeichnen.

Wir laden Freund*innen des Flanierens ein, mit uns diese Spuren der Revolutionen im urbanen Terrain zu entdecken. Wir bieten unseren zweistündigen Rundgang in deutscher und englischer Sprache an.

Diese Tour ist eine deutsch-amerikanische Koproduktion von Dr. Kirsten Grimstad (Los Angeles) und Dr. Iris Wachsmuth (Berlin) und gibt eine Vorschau auf einen Ausschnitt unseres geplanten Buches „The People’s Guide to Berlin“.

Eyewitnesses to Revolution: A People’s Guide to the Uprisings of March 1848 and November 1918 in Berlin

Friday, September 21, 2018 at 4:00 p.m.

We are flâneurs. We roam the urban landscape of Berlin like Walter Benjamin’s legendary Paris stroller, looking for the lost shards of history that gleam with unexpected meaning and inspiration. As contemporary flâneurs, catalyzed by the insidious rise of authoritarian regimes, we focus our sleuthing on history from below, that is, the traces of ordinary people’s acts of resistance to power that the dominant narratives have forgotten or erased from history and memory.

For 2018, a year that commemorates the dramatic but largely forgotten popular uprisings of 1848 and 1918, we aim our detective lens on revolutionary Berlin and the meaning of the events for the present day. We begin with the location of the women’s uprising of 1847 that spread throughout the local market squares when the price of potatoes became unaffordable and social misery unbearable. With stops in between that reach across time, we conclude with the January uprising of 1919 when massive street action by left-wing demonstrators turned into the occupation of the newspaper district, to which the Social Democratic government responded by deploying field artillery to suppress the revolutionary forces and execute the leaders.

With archival photos, graphic illustrations, and the voices of eyewitnesses we aim to ignite the presence of the past at each location and to bring the places and events of the people’s history vividly to life in the imagination. By focusing on revolutionary Berlin as seen through the lens of history from below, we recuperate the fragments of inspiration, of people’s agency and courageous action that paint a picture of the city as it has not been seen before.

We invite fellow flâneurs to join us in discovering these traces of popular uprising in the urban terrain. We offer our two-hour walking tour in German and in English.

This tour is a German-American co-production of Iris Wachsmuth, Ph.D. (Berlin) and Kirsten Grimstad, Ph.D. (Los Angeles); it previews a section of our book-in-progress, “The People’s Guide to Berlin.”

Gefördert durch

Großes Vereinsfest am Samstag, dem 21.10.2017

Die Neue Arbeitsgemeinschaft für Zeitgeschichte + SozioAnalysen  e.V.

wird 10 Jahre alt!

Das feiern wir mit einem großen Fest, zu dem wir Sie herzlich einladen am 21.10.2017.

Programm

17:00 Uhr

Geschichte(n) freilegen: Eine zeitgeschichtliche Erkundung im Nollendorf-Kiez

(Rundgang durch den Kiez, ca. 45 min; Themenschwerpunkte der Vereinsarbeit im Spiegel „unseres“ Kiezes)

18:00 Uhr

Fest im Cafe Le Soleil, Nollendorfstr. 19

mit Buffet (kulinarische Beiträge erwünscht)

Live-Musik

Diskussionen

Informationen über unsere Arbeit

Herzlich laden wir alle Vereinsmitglieder und die, die es werden wollen, zu unserem

Internen Filmabend am 03.02.17 um 19:30 Uhr ein: Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen

TOMORROW – Der Film

Einladung zum Vortrag

am Freitag, den 16. September 2016 um 19 Uhr 30

Klaus Schulz-Ladegast (Berlin):

Mut zum Alleinstehn  –  

Über unseren Weg zur Auflösung von Feindbildern
Um Anmeldung wird gebeten.

Klaus Schulz-Ladegast wurde im August 1961, eine Woche nach dem Mauerbau, von

Klaus Panster, MfS, verhaftet und nach Hohenschönhausen gebracht. Fast 50 Jahre

später trifft er den Mann wieder. Sieben Jahre lang treffen sie sich regelmäßig.

Über diesen Prozess von Auseinandersetzung und Annäherung wird er berichten.

Am Freitag, den 20.2. um 19:30 laden wir Euch/Sie alle herzlich ein:Sven Brömsel präsentiert sein neues Buch zu:

Houston Stewart Chamberlain ist heute – wenn überhaupt – als Hofphilosoph Wilhelm II., Rassentheoretiker, Schwiegersohn Wagners oder Bayreuther Apostel bekannt. Er ist als antisemitischer Wortführer um 1900 verbucht, der eine Germanologie geschrieben hat, die auf die Ideologie des NS wirkte. Seine maßgeblichen Einflüsse auf die geistigen Eliten der Kaiserzeit werden hier – wie seine freundschaftlichen Beziehungen zu jüdischen Intellektuellen (bspw. Karl Kraus, Maximilian Harden, Walther Rathenau, Martin Buber) und seine breit gefächerten Horizonte in Dichtung, Philosophie und Musik zum ersten Mal untersucht. Mit dieser Arbeit wird eine empfindliche Lücke in der Ideen- und Intellektuellengeschichte um 1900 geschlossen und in den Kernbereich deutsch-jüdischer Forschung gezielt.

Sven Brömsel ist freier Autor und Schauspieler, schreibt u.a. für die FAZ u. Süddeutsche Zeitung und ist Herausgeber von Büchern zu Hanns Heinz Ewers (1871-1943),  Skandalautor und Paradiesvogel des 20.Jahrhunderts.

Einladung zum Vortrag

am Freitag, den 28. Februar 2014 um 19 Uhr 30

Wir laden herzlich alle Mitglieder, Freunde und Freundinnen des Vereins sowie Neugierige und Interessierte zu unserem nächsten Vortragsabend ein:

 Uwe Kraenke  (Universität Leipzig)

 

Habitus, Motivstrukturen und Lebensverläufe von

hauptamtlichen MfS-Mitarbeitern

Präsentiert werden erste Fallanalysen des laufenden DFG-Forschungsprojekts „Hauptamtliche Mitarbeiter der DDR-Staatssicherheit“. Obwohl das MfS als zentraler Bestandteil der diktatorischen Machtstrukturen in der DDR stark beforscht und in den Medien ein „Dauerbrenner“ ist, mangelt es bislang an fundierten empirischen sozialwissenschaftlichen Studien darüber, wie es um das Innenleben der Stasi-MitarbeiterInnen bestellt war und wie sie sich in die militär-bürokratische Organisationsstruktur des Geheimdienstes einfügten. Mit dem Projekt wird der These nachgegangen, dass die MfS-Mitarbeit mehr erforderte als reine Gehorsamspflicht, politisch-ideologische Linientreue und konformes Rollenverhalten. Es musste die gesamte Person institutionell eingebunden sein.

Angaben zum Referenten:

Studium der Sozialwissenschaften an der HU-Berlin, Promotion: 2004 an der TU-Chemnitz; seit Juni 2012 Leiter des DFG-Projekts Hauptamtliche Mitarbeiter der DDR-Staatssicherheit am Institut für Kulturwissenschaften, Universität Leipzig.

Im Rahmen des Berliner Themenjahrs 2013: „Zerstörte Vielfalt“

präsentierten wir

Tanzen für die Wehrmacht – Eine künstlerische Karriere im Nationalsozialismus.

Eine szenische Lesung –   Freitag 23.8.2013,
19 Uhr30

Ort: JugendKulturZentrum PUMPE, Lützowstr. 42, 10785 Berlin (www.pumpeberlin.de).

http://www.berlin.de/2013/partner/auffuehrungen/naz/

Die verlorene kulturelle Vielfalt in Berlin 1933 zeigt sich auf allen Ebenen des politischen und kulturellen Lebens. Eine Facette zeigt sich im Verlust künstlerischer Vielfalt in Richtung einer nationalsozialistischen „Monokultur“. Der mikrohistorische Blick auf die Karriere der Bühnentänzerin Lysa Kayser-Corsy zeigt, wie unmittelbar auch Künstler ebenso wie viele andere Mitläufer/innen  von der Verfolgung jüdischer und politisch diskriminierter Kolleginnen und Kollegen profitierten. Durch die Anbiederung an gängige NS-Diskurse sowie Unterwürfigkeit gegenüber nationalsozialistischen Funktionsträgern gelang es Lysa Kayser-Corsy, europaweit in KdF-Veranstaltungen und vor Wehrmachtspublikum in Fronteinsätzen aufzutreten, u.a. auch vor Personal des Konzentrationslagers Majdanek.

Wir laden ein zu einer öffentlichen Veranstaltung am Lützowplatz. Hier betrieb die Künstlerin während der NS-Zeit eine eigene Tanzbühne. Dabei präsentieren wir Aspekte des dokumentarischen Nachlasses dieser Tänzerin in einer szenischen Lesung und informieren über die Hintergründe ihrer Karriere. So erleben Sie Stationen karrieristischer Anpassung im Nationalsozialismus, exemplarisch für das Auslöschen künstlerischer Vielfalt in Berlin.

Wiebke Best (Kiel):

„Durch die Fransen der Tagesdecke hindurch“ –

über die Darstellung traumatischer Erlebnisse in der Literatur
am Freitag, dem 18. Januar 2013 um 19 Uhr 30
Die öffentliche Diskussion über die anhaltend zerstörerische und auch transgenerationelle Wirkung traumatischer Erlebnisse ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Wie spiegeln sich diese Erlebnisse und ihre Wirkungen in der Literatur wider?

Der Germanist H. Fricke hat Kategorien entwickelt, wie traumatische Erfahrungen in der Literatur abgebildet werden. Diese möchte ich am Beispiel des Romans Memoria de cidades sen luz (Erinnerung an Städte ohne Licht) der galicischen Autorin Inma Lopez Silva vorstellen und diskutieren. Der Roman schildert das Schicksal eines vor dem spanischen Bürgerkrieg geborenen Jungen aus Santiago de Compostela, der auf seinem ebenso dramatischen wie leidvollen Lebensweg Stationen der europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts durchläuft. In der Analyse des Romans wird es darum gehen, wie Phänomene des psychischen Erlebens ihre Entsprechung in bestimmten sprachlich-syntaktischen Phänomenen finden. Deren Veränderungen im Laufe der Romanhandlung lassen wiederum die innerpsychische Entwicklung des Protagonisten deutlich werden.

Auf diese Weise kann eine neue Lektüre der Romanhandlung vorgenommen werden: sie lässt den Protagonisten nicht länger als hilfloses Opfer schwerer Schicksalsschläge erscheinen, sondern zeigt ihn als einen Menschen, dessen Leben der Logik traumatischer Prozesse unterworfen ist. Dem Zuhörer wird so eine neue Lesart an die Hand gegeben, die zukünftige Lektüren bereichern und verändern kann.

Wiebke Best (geb. 1960) studierte Französisch, Sport und Spanisch an der CAU Kiel. Von 2008 bis 2011 arbeitete sie am Romanischen Seminar der CAU Kiel. Ihr Dissertationsprojekt zum Thema Darstellung der transgenerationale Weitergabe traumatischer Bürgerkriegserfahrungen in der spanischen Gegenwartsliteratur gab sie 2012 auf.

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Martin Schäuble:

Black Box Dschihad: eine Doppelbiographie über einen deutschen Sauerländer-Terroristen und einen palästinensischen Nahost-Attentäter

Sie könnten unterschiedlicher nicht sein. Der eine, Daniel, wuchs in einer gut situierten deutschen Familie auf, besucht das Gymnasium und begeistert sich für Hip-Hop. Der andere, Saed, stammt aus den Palästinensergebieten, teilt sich ein Zimmer mit acht Geschwistern und bricht früh die Schule ab. Trotz aller Unterschiede vereint die beiden ein Ziel: Sie wollen kämpfen im Dschihad. In parallel erzählten Biografien erforscht der Autor das Leben der beiden Menschen; zwei Lebensläufe, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die Gegenüberstellung der konträren Lebenswelten zeigt auf, wieso Daniel und Saed den Weg des Dschihad eingeschlagen haben.

Angaben zum Referenten: Martin Schäuble (Jg. 1978) ist Sozialforscher und freier Autor Und beschäftigt sich mit dem Spannungsfeld Politik, Kultur und Religion – vor allem in ihren radikalen Formen. Er promovierte als Politologe an der FU Berlin mit einer Feldforschung in den Milieus der Dschihadisten. Er forschte im Sauerland, in Israel und den Palästinensergebieten. Sein Forschungsinteresse richtet sich auf einen biographischen Zugang. Dabei führt er Zeitzeugen-Gespräche und Interviews im Lebensumfeld. Er will beschreiben, wie sich Lebensläufe radikalisieren können.

Mehr Infos auf www.martin-schaeuble.net.

Einladung zum Vortrag am Freitag, den 20. Mai 2011 um 19 Uhr 30

Harald Scherdin-Wendlandt: Spurensuche – mein Vater, Zwangsarbeiter in der NS-Zeit

Der Vater von Harald Scherdin-Wendlandt wurde im 2.Weltkrieg für deutsche Bauern bei Vorsfelde/Helmstedt zur Zwangsarbeit verpflichtet. Dieser Teil seiner Geschichte wurde familiär lange tabuisiert. Mit seinem Vortrag lässt uns Harald Scherdin-Wendlandt teilhaben an seiner Auseinandersetzung mit dem Schicksal seines Vaters und der Auswirkungen auf das Leben von Vater und Sohn.

Angaben zum Referenten:

Harald Scherdin-Wendlandt (Jg. 1947) hat über den 2. Bildungsweg Psychologie studiert und ist heute in Berlin-Lichterfelde als tiefenpsychologischer Einzel- und Gruppentherapeut niedergelassen.

Einladung zum Vortrag am Freitag, den 15. Oktober 2010 um 19 Uhr 30.

Dr. Sonja Süß: Politischer Missbrauch der Psychiatrie in der DDR?

Sonja Sülau hat in den 1990er Jahren Hunderte Akten des DDR-Staatssicherheitsdienstes ausgewertet und die Ergebnisse in einer Monografie (1998) publiziert. Sie wird mit uns Aspekte ihrer Forschung diskutieren. Dabei wird sie darlegen, dass anders als in der Sowjetunion die Psychiatrie in der DDR nicht systematisch als staatssicherheitsdienstliches Instrument zur Verfolgung politischer Gegner missbraucht wurde.

In ihrem Vortrag gibt Sonja Süß tieferen Einblick in ihre Forschungsergebnisse und reflektiert die Rezeption ihres Buches.

Angaben zur Referentin:

1977-1983 Medizinstudium in Leipzig und Erfurt, in den 1980er Jahren psychiatrisch-neurologische Facharztausbildung und Engagement in der alternativen Friedensbewegung der DDR

1989-1992 medizingeschichtliche und klinisch-psychiatrische Tätigkeit an der Universität Leipzig, im Herbst 1989 Aktivistin des Öko-sozialen Flügels im „Demokratischen Aufbruch“, ab Anfang 1990 Leipziger Sprecherin der Bürgerbewegung „Demokratie jetzt“

ab Juni 1990 Mitarbeiterin in verschiedenen Gremien zur Untersuchung der Psychiatrie in Waldheim, 1994 Promotion zur Geschichte der NS-Krankenmorde in Waldheim

1993-1997 wissenschaftliche Mitarbeiterin der Forschungsabteilung der sog. „Gauck“-Behörde für die Stasi-Unterlagen der DDR

1997-2002 Psychiaterin in der Schlosspark-Klinik in Berlin-Charlottenburg und psychotherapeutische Zusatzausbildung

2002-2004 Psychiaterin und Psychotherapeutin im Berliner Behandlungszentrum für Folteropfer

seit 2004 in eigener Praxis für Psychiatrie und Psychotherapie in Berlin tätig.

Offener Vortragsabend am 16. April 2010, 19:30 Uhr.
Der „Reichsdramaturg“. Eine Karriere im „Dritten Reich“.
Stefan Hüpping spricht über den Reichsdramaturg Rainer Schlösser
Der Reichsdramaturg Rainer Schlösser (1899-1945) war einer der bedeutendsten Kulturfunktionäre im „Dritten Reich“. Seine bildungsbürgerliche Herkunft, seine literarische Verarbeitung des Ersten Weltkriegs und sein umfangreicher publizistischer Einsatz für die völkische Bewegung qualifizierten ihn für eine erfolgreiche Karriere zwischen 1933 und
’45. In dieser Zeit übernahm er zahlreiche Ämter innerhalb der NS-Kulturpolitik. So unterstanden ihm die Abteilungen Theater und Kultur im Propagandaministerium, er präsidierte der Reichstheaterkammer und leitete während des Zweiten Weltkriegs das Kulturamt der Hitlerjugend.
Bis auf wenige biografische Skizzen ist der Werdegang Schlössers unerforscht. Das Ziel des Vortrags ist es, Über eine wichtige Figur im „Dritten Reiches“ Aufschluss zu geben, die fast während der gesamten Herrschaft die Geschicke der Theater in Deutschland beeinflusste.

Werkstattabend am Freitag, den 23. Oktober 2009 um 19 Uhr 30
Wir laden alle Mitglieder, Freunde und Freundinnen des Vereins sowie Neugierige und Interessierte ein, mit uns zu diskutieren und qualitativ zu analysieren:
Auszüge aus einem Interview der NS-Projektgruppe NAZ e.V.:
„Kinder, lasst den Kopf nicht hängen, wir sind Deutsche!“
Zum herbstlichen Werkstattabend möchten wir verschiedene Ausschnitte eines Interviews mit Herrn M. (Jg. 1925, aufgewachsen in Berlin-Neukölln) vorstellen. Welche Einblicke in offene und verdeckte Fortschreibungen nationalsozialistischer Ideologien lassen sich finden?

Werkstattabend am Freitag, den 27. März 2009 um 19 Uhr 30
Steffi Knorr: „Diktaturfolgen im Bild – Broschüre und Ausstellung zur Arbeit der therapeutischen Malgruppe von „Gegenwind“ Beratungsstelle für politisch Traumatisierte der SED-Diktatur.
Im Projekt „Diktaturfolgen im Bild“ vermitteln gemalte und gezeichnete Bilder, die im Rahmen einer therapeutischen Malgruppe bei Gegenwind durch Zeitzeugen entstanden sind, Erfahrungen von politischer Repression innerhalb und außerhalb von Haftanstalten unter der SED-Diktatur sowie deren anhaltende Bedeutung für das Leben der Darstellenden. Gepaart mit den dazugehörigen Erzählungen in einer Broschüre können sie Hintergründe und Bedeutung von politischer Verfolgung unter der SED-Diktatur aus dem privaten in den öffentlichen Raum transportieren. Die zu entwickelnde Broschüre soll Ausgangsmaterial für die Organisation öffentlicher Ausstellungen der Bilder mit Führungen durch die Zeitzeugen sein. Anlässlich des Werkstattabends sollen Möglichkeiten der Umsetzung dieses Projekts besprochen werden.

Außerdem wurde vorgestellt:

NS-Projektgruppe NAZ e.V.: Zwischenbericht der aktuellen Projekte und Hörbuchprojekt
Wir haben weitere Interviews mit Männern und Frauen, die zur NS-Zeit junge Erwachsene waren, geführt und möchten diskutieren, wie wir das Zusammengetragene jetzt weiter aufbereiten. Wir denken an ein Buchprojekt, das die (selbstgeschriebenen) Memoiren einiger InterviewpartnerInnen zusammenträgt. Welcher Fokus bietet sich hierbei an? Diese und weitere Fragen sollen diskutiert werden.

Offener Vortragsabend am Freitag, den 4. Dezember 2008 um 19 Uhr 30
„Ein deutsch-jüdisches Schicksal zwischen dem Baltikum, Sibirien, Israel und Deutschland“ – Lea Schatz im Gespräch mit Iris Wachsmuth
Lea Schatz hat ein bewegendes Leben: 1924 in Danzig geboren, lebte sie mit ihrer Familie in Riga bis zu ihrer Deportation im Juni 1941 nach Sibirien. Das NKWD verhaftete die großbürgerliche deutsch-jüdische Familie. Es folgten schwere Jahre des überlebens, bevor die Familie, nach Stalins Tod, für kurze Zeit nach Riga zurückkehrte. Nach einem zweijährigen Aufenthalt in Israel kommt sie mit ihrer Familie nach Berlin. Lea Schatz arbeitete sowohl in der Sowjetunion als auch in Deutschland als Lehrerin.

Offener Vortragsabend am Freitag, den 26. April 2008 um 19 Uhr 30
Helga Schubert: „Die Welt da drinnen – Tötungen in einer Schweriner Nervenklinik während der NS-Zeit“
Helga Schubert hat die Akten von 179 PatientInnen der Schweriner Nervenklinik untersucht, die 1941 als „lebensunwert“ermordet wurden. Sie folgt in ihrem gleichnamigen Buch, das keine historische Studie im engeren Sinne, sondern eher ein literarischer Zugang ist, den Schicksalen einzelner Opfer ebenso wie den Werdegängen der Ärzte und Pfleger/innen.
Helga Schubert wird uns an diesem Abend ihre Auseinandersetzung mit dem Thema vorstellen und gemeinsam mit uns diskutieren. Mögliche Zugänge können dabei die Frage nach Anpassung oder Widerstand in Diktaturen ebenso wie die Implikationen für die Gegenwart (Sterbehilfe, Hirntod, pränatale Gendiagnostik) sein. Auch die Frage, inwieweit man Dokumente (Gerichtsakten, Krankenakten) als Gegenstand literarischer Bearbeitung nehmen darf, könnte uns beschäftigen.